Während RE-WIN seit der Vereinsgründung am Ausbau seines Netzwerks arbeitet, zeigen gleich drei Projekte der letzten Wochen, wie wertvoll diese Kontakte für unser Engagement mittlerweile geworden sind. Ein Einblick in drei Kooperationen, welche stellverstretend für zahlreiche Beispiele gelungener Zusammenarbeit stehen.

Dankbar sind wir erstens für die Unterstützung durch Architektinnen und Architekten, die sich für die ressourcen- und umweltschonende Wiederverwendung von Bauteilen begeistern und einsetzen. Ihr ist der Transport vom 23. Januar ab Zürich Höngg zu verdanken, konkret einer privaten Bauherrschaft, welche die Fenster spendete, und dem Zürcher Architekturbüro idArchitekt.innen (https://www.id-a.ch/), das mit RE-WIN kooperierte.

Zweitens trägt das Zusammenspannen mit gemeinnützigen Organisationen Früchte, beispielsweise mit der unabhängigen deutsch-schweizerischen Nichtregierungsorganisation Libereco – Partnership for Human Rights (www.libereco.org). Sie setzt sich seit 2009 für den Schutz der Menschenrechte in der Ukraine und Belarus ein und arbeitet wie RE-WIN eng mit Partnern vor Ort zusammen. Mit Libereco konnte RE-WIN unlängst einen neuerlichen Fenstertransporter von Pratteln zuhanden der Angels of Salvation entsenden. Es handelt sich dabei um eine humanitäre Organisation, die 2022 von vertriebenen Personen gegründet wurde, um sich für Menschen in der Donbass-Region einzusetzen.

Eine Ausweitung des Netzwerks über die nationalen Grenzen hinweg lohnt sich drittens für RE-WIN nicht nur in Bezug auf die Ukraine, sondern auch in unserer Nähe: So betreibt das Kompetenzzentrum für zirkuläres Bauen ZirkuLIE (www.zirkulie.net) seit August 2023 das RE-WIN Zwischenlager Ostschweiz/Liechtenstein, von welchem Ende Januar der erste LKW mit 140 Fenstern entsandt werden konnte. Unterstützt wurde RE-WIN bei diesem Projekt von der Liechtensteiner Gemeinde Schaan, dem Bauunternehmer Willhelm Büchel AG und der ITW Ingenieurunternehmung AG, welche den Grossteil der Fenster gespendet hatten. Die Ladung wurde mit ganzen vier Tonnen Sachspenden wie Kleider und Textilien, Spielwaren und Gebrauchsgütern aufgefüllt, sodass der Stauraum des LKW optimal ausgenützt werden konnte. Dafür gebührt dem Hilfswerk Liechtenstein und seinen freiwilligen Helfer*innen unser Dank.

„Ein gutes Gefühl, zu wissen, dass die Fenster des ehemaligen Schaaner Gebäudes den Menschen in der Ukraine beim Wiederaufbau ihrer Heimat helfen und gleichzeitig damit ein Zeichen in Richtung Kreislaufwirtschaft gesetzt werden kann“, heisst es auf dem Blog der Gemeinde Schaan. Ein ebenso gutes Gefühl, mit derart vielfältigen, begeisterungsfähigen und tatkräftigen Partner*innen zusammenarbeiten zu dürfen, möchten wir ergänzen!